|
| |
In diesem Bereich der Seite erfahrt Ihr, was bei der Anschaffung eines beziehungsweise mehreren Frettchens zu beachten ist. Welche Eigenschaften und welchen Charakter Frettchen haben, es gibt wichtige Informationen zu Futter, Fütterung und Ernährung der Kobolde, worauf bei der Haltung von Frettchen und anderen Tieren in einer Wohnung zu achten ist.
Etwas zur Herkunft und Geschichte des Frettchens darf auch nicht fehlen, ebensowenig wie unser selbstgebauter Käfig und Infos zu Tierärzten. Anbei auch einige Fotos, wie wir unsere Frettchenzimmer gestaltet haben, was allerdings noch weiter im Ausbau ist. Viel Spass !
Frettchen sind keine Nager sondern gehören zur Familie der Marderartigen, zu denen beispielsweise auch der Otter, Dachse und Skunks gehören. Die domestizierten Frettchen stammen vom Europäischen Waldiltis ab und sind bis heute mit ihm kreuzbar. Auch wird noch gemunkelt, dass bei der Entstehung des Frettchens der Steppeniltis beteiligt war. Sollte dies zutreffen, dann wäre das Frettchen eine Kreuzung zwischen Europäischem Iltis und Steppeniltis. Die Vermutung liegt nahe, sieht der Steppeniltis dem Frettchen doch ähnlicher als der Europäische Iltis. Ursprüngliche begann die Zucht des Frettchen aus dem Iltis im vierten oder fünften Jahrhundert vor Christus. Seitdem dienten Frettchen vielen Völkern Europas als Helfer bei der Kaninchenjagd.
Da Frettchen schon seid über 2500 Jahren in menschlicher Obhut befinden, wundert es niemanden, dass diese bezaubernden Tiere auch als Haustier immer beliebter werden. Leider informieren sich nicht immer alle Frettchenhalter vor der Anschaffung dieser besonderen Tierart über deren Gewohnheiten und Vorlieben.
Daher kann ich nur empfehlen vor der Anschaffung in die Buchhandlung oder Bücherei zu gehen und in den Frettchenbüchern zu schmökern. Auch das Internet bietet eine ganze Flut von Informationen. Sollte der Wunsch nach einem (man tut Frettchen keinen Gefallen sie alleine zu halten, daher immer zwei !!! ) Frettchen immer größer werden, kann auch ein Besuch bei einer Frettchenhilfe (die es mittlerweile in fast jeder größeren Stadt gibt) sehr sinnvoll sein. Dort bekommt ihr Informationen über die Haltung von Frettchen und könnt euch die Tiere in Aktion ansehen. Es gibt genug Tierhilfen oder Tierheime, die sogar Frettchenabgabetiere haben. Wir selber haben unsere Sera aus Wuppertal von einer Tierhilfe bekommen, und haben es nicht einmal bereut. Ebenso werden genug Frettchen auf diverse Internetseiten abgegeben. Warum? Weil, viele Leute sich zu wenig über das Thema " Frettchen " informieren. Die meisten merken erst dann, das ein Frettchen sehr zeitaufwendig ist, oder das sie wenn sie nicht kastriert sind, einen starken Eigengeruch haben. Ich befürworte es sehr, wenn man sich vorher " Schlaue " über das Thema " Frettchen " macht. Auch wir haben so angefangen. Viel im Internet nachgelesen, und ich habe mich viel mit meiner Freundin Sarah unterhalten, die seit 6 Jahren Frettchen besitzt. Jeder muss selber wissen ob er einem "gebrauchten" Frettchen ein neues zu Hause geben möchte, oder ob man sich lieber einen Welpen anschafft. Sollte die Entscheidung doch auf Welpen fallen, dann wählt bitte einen seriösen Züchter und nicht das Tierfachgeschäft, oder einen Massenvermehrer. Bei einem Züchter könnt Ihr Euch die Elterntiere anschauen und erhalten viel Information zum Thema Frettchen. Allerdings bedeutet es bei einem Welpen viel Arbeit und Zeit, den Welpen zu einem vernünftigen heranwachsenen Tier zu erziehen.
Da Frettchen wie bereits oben erwähnt keine Nager sind, sondern Raubtiere sind, ist ihre Ernährung sehr Fleischhaltig. Zu diesem Thema gibt es so viele verschiedene Meinungen und Vorschläge, dass man als Frettchenanfänger schier verzweifeln kann. Unter anderem wird es dadurch erschwert, dass in Deutschland nicht in jedem Tierfachgeschäft spezielles Frettchenfutter angeboten wird. Unsere Frettchen haben immer Trockenfutter in den Schränken hängen. Wir bestellen unser Futter immer über Dees Laden. Dort wird hochwertiges Frettchenfutter zu super Preisen hergestellt ( http://frettchen4you.de/xtc/ ). Frettchen benötigen einen hohen Proteingehalt, dieser sollte wenn möglich über 30% liegen, je mehr desto besser. Allerdings ist darauf zu achten, dass dieser aus Fleisch gewonnen wird und nicht aus Getreide. Der Rohfettgehalt sollte ca. 20% betragen. Kein Zucker (Karamell) und Salz!!!! Wenn jemand Katzenfutter füttert, sollte er schon drauf achten, das es hochwertiges Katzenfutter ist. Wie z.B das von Animonda, Schmusy usw. Zusätzlich bekommen unsere Tiere jeden Tag Frischfleisch. Nebenher gibt es ab und an Joghurt, Eigelb, Gurke oder Weintrauben ( sind allerdings schwer verdaulich für Frettchen, daher nur selten geben ). Und der absolute Hit ist die Vitaminpaste. Natürlich ist es am besten wenn man den Frettchen Frischfutter füttert. Frischfutter stellt in der Frettchenernährung eine wichtige Zusatzkost dar. Mindesten ein Drittel der täglichen Futterration sollte jedoch durch Fertigfutter abgedeckt werden. Selbst gut durchdachte Futterrezepte mit errechneten Beimischungen kommen nicht an gutes Fertigfutter heran. Eine reine Fleischfütterung führt zu Mangelerscheinungen. Hier eine kleine Auflistung des Frischfutters.
1) Fleisch: Muskelfleisch enthält in der Regel das qualtitativ beste Eiweiß. Das in Lunge, Pansen, Hirn enthaltenen Bindegewebseiweiß ist von minderer Qualität. Muskelfleisch von Rind, Schaf, Kaninchen sollten Sie nur dann roh verfüttern, wenn Sie es ganz frisch und aus einwandfreien Beständen gekauft haben. Unsere Frettchen bekommen nur Frischfleisch, zwar ist dieses teurer als Küken, aber meiner Meinung nach wesentlich gesünder. Wir bieten unsere Frettchen folgende Sorten an: Saumfleisch, Leftzen, Rindermischung, Kleinmischung, grüner Pansen, Rinderherzen, Hähnchenhälse, Putenherzen, Putenmägen, Hähnchenmägen und Hähnchenherzen. Da mein Frischfleischlieferant ( http://ulis-rohfleisch-theke.npage.de/ ) vor der Türe seinen Laden hat, ist es für mich immer praktisch an diese Sachen ranzukommen. Vorsicht: Schweinefleisch darf, wenn überhaupt, nur gekocht verfüttert werden, da es den Erreger der tödlichen verlaufenden Aujeszkyschen Krankeit enthalten kann. Wir füttern von Anfang an gar kein Schweinefleisch, da uns das Risiko einer Krankheit zu gross ist.
2) Innereien: Bei Innereien stehen Herz an erster Stelle. Nieren und Leber sind so genannte Filterorgane und sollten nicht öfter als einmal pro Woche gegeben werden. Außerdem kann es durch Leber zu einer Vitamin-A-Vergiftung kommen. Beachten Sie auch, dass rohe Leber abführend wirkt und gekochte stopfen kann.
3) Geflügel: Da Frettchen nicht Samonellenanfällig sind kann auch rohes Geflügelfleisch angeboten werden. Auch hier sollten Sie darauf achten, dass es frisch und aus einwandfreien Beständen gekauft wurde. Sehr gut und auch preisgünstig sind Hühner- oder Putenmägen und –herzen. Auf den Putenherzen und Mägen stehen meine beiden Frettchen total. Aber jedes Frettchen hat halt einen anderen Geschmack.
4) Eintagsküken: Die meisten Frettchen lieben dieses Futter. Küken nur bei zuverlässigem Händler kaufen und beim auftauen die Außentemperatur beachten (besonders im Sommer). Allerdings muss man sich als Halter dran gewöhnen, Küken in der Tiefkühltruhe liegen zu haben und diese zu verfüttern. Wir füttern gar keine Küken. Warum? Ganz einfach, ich muss meiner Tochter diesen Anblick eines toten Kükens nicht bieten. Zudem bin ich der Ansicht, die Küken werden vergast....und ist das wirklich so gut für das Frettchen??? Vielleicht denken jetzt einige "Oh Gott und dann Frettchen", aber ich denke das ist jedem selbst überlassen.
5) Fisch: Fisch ist gut verdaulich und reich an Proteinen und Mineralien. Hier ist darauf zu achten, dass es bei Süßwasserfisch nur Forelle ist, ansonsten sollte Seefisch verfüttert werden, denn Weißfisch enthält Thaminase, der das Vitamin B1 Spaltet und zerstört.
6) Eier: Ein Eigelb pro Woche ist unbedenklich. Wenn sie es roh verfüttern wollen (mögen die Pelznasen sehr gerne), trennen Sie das Eiweiß sorgfältig davon ab. Rohes Eiweiß enthält eine Substanz, die das wichtige Biotin bindet und dessen Resorption im Darm verhindert. Gekochtes Eiweiß ist unbedenklich.
Sonstiges Gerne fressen Frettchen auch Salatgurke, Paprika (gelb, rot, orange), Melone (egal welche :o) ), Reis, Nudeln, Katzen- und Frettchenleckerlies, Bananen, Weintrauben ( ohne Kerne ) Katzenmilch, Vitaminpaste (diese hilft auch hervorragend bei der Verabreichung von Medikamenten) usw. Allerdings sollte man von dem Obst und Gemüse nicht zuviel füttern, da diese für die Frettchen schlecht verdaulich sind.
Bei den Leckerlis ist auf Zucker zu achten (alles in Maßen) … zuviel Zucker ist ungesund, besonders für die Zähne !!!
Das Wasser immer zu Verfügung zu stehen hat, muss eigentlich nicht extra erwähnt werden, aber ich mache dieses trotzdem. Wasser kann in einer Nippeltränke oder im Wassernapf angeboten werden.
Wir raten zu einem Wassernapf, da Frettchen, so wieso zu wenig Wasser zu sich nehmen, das haben sie noch von den Iltissen in der Natur. Also nehmen sie dann bei den Nippeltränken zu weniger Wasser zu sich und das kann zu Nierenproblemen (Nierenversagen) führen. Allerdings haben wir in dem Käfig Nippelflaschen. Warum? Da ich keine Lust habe, mehrmals am Tag die Schränke trocken zu legen. Aber dafür steht draussen immer ein großer Wassernapf, der natürlich wenn sie 3 mal am Tag Freigang haben, genutzt wird.
Durch Wassernäpfen im Schrank nehmen sie mehr Flüssigkeit zu sich, auch wenn sie damit eine kleine Wasserschlacht veranstalten. 
Unsere Frettchen leben bei uns in der Wohnung und haben ihr 18 qm großes Frettchenzimmer. Leider kann dies nicht jeder Frettchenhalter vorzeigen, daher muss ein Frettchen einen großen Käfig, Voliere oder Schrank haben. Wir haben 2 Kleiderschränke komplett zum Frettchenkäfig umgebaut. Hier auf dem Foto seht ihr unsere beiden Frittenschränke. Mit viel Mühe und Schweiss hat mein Mann Tobi, die beiden Schränke umgebaut. Er hat an alle meine Wünsche gedacht. Schatz.....ich danke Dir dafür....

Unsere Frettchenschränke werden 2 mal am Tag von mir sauber gemacht. D.h Futternäpfe raus und auswaschen, Katzenklo Morgens und Abends saubermachen und die Krümel + Essensreste aus dem Käfig holen. Ebenso werden 2 mal die Woche alle Decken, Kuschelsachen und Hängematten aus den Schränken in die Waschmaschine geschmissen. Unsere Frettchen haben Sonntags immer Badetag, was sie heiss und innig lieben. Allerdings nicht im Winter, da mir dort die Erkältungsgefahr zu gross ist! Manche Leute denken, wenn man Frettchen hat, stinkt die Wohnung. Dies ist aber nicht so. Jeder der bei uns zu Besuch kommt, und natürlich auch ins Frettchenzimmer geht, ist erstaunt, das hier nichts nach Frettchen riecht. Man sieht auch hier, das Ganze ist nur eine Sache der Pflege und artgerechte Haltung ist. Die zwar Zeitaufwendig ist, aber es lohnt sich. 
Die kleinen Pelzmützen schlafen ca 18 Stunden am Tag. Man sollte den Frettchen allerdings jeden Tag 2-3 Stunden Auslauf gewähren. Unsere Frettchen z.B kommen Morgens 2 Stunden raus, Mittags ca 1 Stunde ( wenn allerdings schönes Wetter ist, wird das Frettchengeschirr angezogen, und es wird rausgegangen ) und Abends 2 Stunden. Allerdings sollte man beachten ( wenn man kein eigenes Frettchenzimmer hat ), das die kleinen Kobolde immer irgendeinen Unsinn im Kopf haben, und alles super interessant ist. Besonders die Blumen auszubuddeln *lach*. Daher haben unsere Kobolde auf dem Balkon eine eigene Wanne mit Erde, da mir meine Blumen doch heilig sind. Die natürlich der absolute Hit bei guten Wetter ist. Da wird gebuddelt und gegraben, sodas die Frettchen nachher aussehen wie " Sau ". An den Sonntagen wenn mein Mann zu Hause ist, dürfen unsere Frettchen auch komplett unsere Hütte unsicher machen. Allerdings sollte man da beachten, das nicht jedes Frettchen absolut stubenrein ist. Entweder man geht dann das Risiko ein, das ein Frettchen in diverse Ecken macht, oder man stellt zig Katzenklos auf. Wir haben allerdings dieses Glück, das unsere Pelzmützen nirgendwo hinmachen, sondern immer brav ihre eigenen Katzenklos ins Frettchenzimmer benutzen oder bei kompletten Wohnungsfreigang auf die Klos der Katzen gehen.
Im Frettchenzimmer bieten wir unseren Frettchen jede Menge Spielmöglichkeiten an, die auch gerne ausgenutzt werden. Mein Mann Tobi zeigt mir mitlerweile einen Vogel wenn ich irgendwo etwas sehe, wie z.B das Puppenbett,was gerne als Schlafmöglichkeit benutzt wird. Genauso wie der Kratzbaum, der wird regelmäßig für Klettertouren genutzt.


Alles was knistert und quitscht ist der absolute Hit. Schröder und Sam lieben z.B absolut die Quitschetiere. Die sind überall im Frettchenzimmer verteilt. Unser Knistertunnel wird regelmäßig in Beschlag genommen. Unser Frettchenzelt haben wir mitlerweile auch mit einer Knistertüte ausgestattet. Genauso haben wir einen großen Karton zum Spieleparadies umfunktioniert. Ist billig, und die Pelzmützen haben einen heiden Spass dabei. Wir haben Knisterfolie reingetan, überall kleine Löcher reingeschnitten und Rohre in die Löcher gesteckt. Der Karton ist der absolute Hit, dort wird in eine Röhre reingehuscht und irgendwo anders kommt man durch eine Röhre wieder raus. Bei den Quitschetieren sollte man allerdings aufpassen, da es Frettchen gibt,die die Tiere kaputt beissen und das Gummi verschlucken. Unsere Frettchen tuen dieses alle nicht. Im Gegenteil, das Tierchen wird weggeschleppt und dann wird erst einmal wie irre rumgequitscht. Genauso kriegen unsere Frettchen einen Karton hingestellt, mit geschräddertem Papier oder mit frischen Stroh ( allerdings nicht aus der Tierhandlung, denn das Stroh von dort staubt zu sehr ). Dieser Karton ist auch immer ein absoluter Hit. Ebenso lieben unsere Fritten das Kugelbad. Das ist der absolue Renner! Nase reinstecken und alles durch die Gegend schieben. Aber seht doch mal selbst....






Frettchen und andere Haustiere geht das? Bei uns schon. Allerdings sollte man immer bedenken, das ein Frettchen ein Wildtier ist. Wir können unsere Frettchen ohne Probleme mit unseren Katzen und Hunden laufen lassen. Allerdings bin ich bei Berta etwas vorsichtig, da sie mit ihrem Alter, eher ihre Ruhe geniessen möchte. Vor allem hat bei ihr im Körbchen kein Frettchen etwas zu suchen, da wird sie dann doch sauer. Und bevor Berta "happ" macht und das Frettchen gegessen worden ist, gehe ich dieses Risiko lieber nicht ein. Unsere Frettchen jagen unsere Katzen regelrecht durch die Wohnung und finden es gerade klasse, wenn die noch weglaufen. Allerdings können sie das auch nur mit Nala und Erni machen, denn die ergreifen regelrecht die Flucht, wenn die kleinen Monster auf Verfolgungsjadt sind. Anders bei Floh, der bleibt stur liegen oder sitzen. Mit ihm können die Frettchen alles machen. *lach*

Nun kurz zum Thema Tierarzt. Jedes Tier wird irgendwann Geschlechtsreif, so natürlich auch ein Frettchen. Frettchen haben einen eigenen Geruch ( genauso wie ein Hund ), allerdings ist der Geruch intensiver wenn ein Frettchen nicht kastriert ist ( heisst bei Fähen und Rüden gleich ). Daher sollte man einen Rüden bez. eine Fähe kastrieren lassen. Genauso sollte man ein Frettchen impfen lassen. Zwar gehen auch bei diesem Thema die Meinungen auseinander, allerdings bin ich der Meinung, wenn man mit einem Frettchen raus geht, sollte es geimpft sein. Denn auch die kleinen Kobolde können Krankheiten von draussen bekommen. Zusätzlich kann man die Frettchen auch noch chippen lassen, denn auch die kleinen Stinker können sich draussen auch ihren Frettchengeschirr rausholen und weglaufen.

So ich hoffe ich habe Euch nicht zu sehr gelangweilt, und mein kleiner Bericht war für manchen von Euch vielleicht sogar interessant. Wenn ihr noch weitere Fragen an mich habt, in Bezug auf Frettchen, dann schreibt mich doch einfach an.
|
|